Danzig

Danzig (polnisch: Gdansk), liegt an der Südküste der Bucht von Danzig im Baltischen Meer. Durch das urbane Wachstum wurde die Stadt praktisch an die angrenzende Kurstadt Zoppot (Sopot) angeschlossen, so dass die Sehenswürdigkeiten dort nun leicht erreichbar sind.

In vergangenen Zeiten war Danzig seit dem Mittelalter ein bedeutender Seehafen und später eines der wichtigsten Schiffsbauzentren. Daher gehörte Danzig dem Hanseat an. Die Stadt ist als Geburtsort der Solidaritätsbewegung weltberühmt, die unter der Führung Lech Walesas einen wesentlichen Teil dazu beigetragen hat, die kommunistische Herrschaft in Polen zu beenden. Heute noch ist Danzig, wie auch die nahe gelegene Hafenstadt Gdingen (Gdynia), ein wichtiges Industriezentrum.

Die Stadtgeschichte reicht bis ins späte erste Jahrhundert zurück, als Mieszko I., der König von Polen, die Danziger Festung erbauen ließ. Schon bald wurde Danzig zum Hauptzentrum des eigenständigen polnischen Herzogtums Pommerellen, über das die Herzöge von Pommerellen herrschten. 1308 war Danzig bereits eine blühende Handelsstadt mit etwa 10.000 Einwohnern, die Getreide von Polen über die Handelswege der Weichsel in das Ausland exportierte. Am 25. Mai 1457 gewährte der Schutzherr von Danzig, König Kasimir IV. von Polen, genannt der Jagiellone, der Stadt das „Große Privileg“, durch das Danzig, unter der Herrschaft von Polen, die Rechte einer autonomen, selbstverwalteten Stadt erhielt. Mit dem Erhalt der Stadtrechte und dem freien Zugang zu allen polnischen Märkten florierte die Hafenstadt Danzig bald wie andere Hansestädte. Im 16. und 17. Jahrhundert erfuhr die Stadt eine goldene Handels- und Kulturära. Infolge der Kriege des 18. Jahrhundert rutschte die Stadt allmählich in eine Wirtschaftskrise und wurde nach der Belagerung von Danzig 1734 durch die Russen eingenommen. 1793 wurde Danzig von Preußen annektiert und gehörte bis 1919 zu Preußen - bzw. in den späteren Jahren zu Deutschland. Durch den Versailler Vertrag wurde aus Danzig nach dem 1. Weltkrieg eine freie Stadt unter dem Schutz des Völkerbunds. In der Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Rahmen der deutsch-polnischen Aussöhnung, die der westdeutsche Kanzler Willy Brandt mit seiner Ostpolitik vorantrieb, die deutschen Gebietsansprüche auf Danzig (und sämtliche anderen ehemaligen deutschen Gebiete, die nun polnischer Verwaltung unterstanden) zurückgenommen und die vollständige Wiedereingliederung Danzigs zu Polen 1970 durch den Vertrag von Warschau anerkannt. 1970 fanden in Danzig Demonstrationen gegen die Regierung statt, die zum Sturz des kommunistischen Staatsoberhaupts Polens, Władysław Gomułka, führten. Zehn Jahre später wurde die Schiffswerft von Danzig zum Geburtsort der Gewerkschaftsbewegung „Solidarität“, deren Opposition gegen die Regierung zum Ende der Herrschaft der kommunistischen Partei führte (1989). Der Führer der Solidarität, Lech Wałęsa, wurde 1990 zum polnischen Präsidenten gewählt. Heute gehört Danzig zu den wichtigsten Industrie- und Hafenstädten.

In der Stadt stehen noch zahlreiche eindrucksvolle Gebäude aus der Zeit, als Danzig dem Hanseat angehörte. Die meisten Touristenattraktionen befinden sich entlang oder in der Nähe der Ulica Długa (Lange Straße) und des Długi Targ (Langer Markt), eine Durchgangsstraße für Fußgänger, die von zahlreichen nach historischem Vorbild (vorwiegend 17. Jahrhundert) rekonstruierten Gebäuden gesäumt und an beiden Enden der Straße von den beeindruckenden Stadttoren flankiert wird. Diese Gegend wird manchmal Königsweg genannt wird, da Könige, die das Land besuchten, diese Strecke früher als Prozessionsweg wählten. Bei einem Spaziergang auf dieser Strecke entdeckt man viele historische Bauten wie z.B. die Peinkammer, der Stockturm und das Goldene Tor. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören die St. Marienkirche (die größte Backsteinkirche der Welt), das Museumsschiff SS Soldek sowie die historischen Kirchen Brigittenkirche und Katherinenkirche.

Informationen zum Flughafen

Der Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig befindet sich in Rębiechowo, 14 km westlich von Danzig.

Mit dem Auto
Der Flughafen liegt direkt an der E28 Richtung Rębiechowo. Nehmen Sie die Autobahnausfahrt nach Westen auf die Juliusza-Slowackiego-Straße.

Mit dem Bus
Die Buslinie 110 verkehrt regelmäßig zwischen dem Flughafen und dem Bahnhof Gdansk Wrzeszcz (Danzig-Langfuhr). Die Fahrt dauert etwa 26 Minuten.

Die Buslinie B verkehrt über das Stadtzentrum von Danzig (Hohes Tor – Brama Wyżynna) zwischen dem Flughafen und Orunia (Ohra). Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten.

Die Nachtbuslinie N3 verbindet den Flughafen mit dem Bahnhof Gdansk Wrzeszcz (Danzig-Langfuhr) bzw. dem Stadtzentrum.

Busfahrkarten für alle Strecken sind an RUCH-Kiosken oder beim Busfahrer selbst erhältlich (die Busfahrer verkaufen Fahrscheine nur als 3 x 1,40 zł- und 3 x 0,70 zł-Dreierset). Es gelten nur Fahrscheine von ZTM Gdańsk. Für mitreisende Kinder unter 4 Jahren sowie für Passagiere über 70 ist die Busfahrt kostenlos.

Mit dem Taxi
Vor dem Haupteingang des Passagierterminals befindet sich ein Taxistand der Taxigesellschaft City Plus Taxi.

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