Das Stadtviertel Schnoor ist seit dem Mittelalter praktisch unverändert geblieben und gleicht einem bezaubernden Labyrinth von Restaurants, Bars, Boutiquen und Cafés, in dem einst Fischer, Handwerker und Händler lebten. Der Name des Stadtteils ist der plattdeutsche Ausdruck für ‘Schnur’ und bezieht sich auf die Schnur der Häuschen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sie sich entlang der schmalen, gewundenen Straßen aneinanderreihen. Außerdem befindet sich in Schnoor die St.-Johannis-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, eine Franziskanerbasilika. Für die Bewohner des Viertels Schnoor ist diese gotische Kirche der Hauptgebetsort.
Der Markt von Bremen zählt zu den eindrucksvollsten Marktplätzen in Norddeutschland. Das imposante Rathaus an der Nordseite wurde zwischen 1410 und 1415 errichtet und ist eine Unesco-Welterbestätte. An der Westseite befindet sich die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Bremens: eine Statue der “Bremer Stadtmusikanten”, jener legendären Gestalten aus dem Märchen der Gebrüder Grimm. Sie sind so dargestellt, wie sie jeder kennt: eine auf der anderen, und alle auf den Schultern des Esels. Der lutherische St.-Petri-Dom wurde vor über 1.200 Jahren gebaut. Im Kellergewölbe erwartet Sie der interessanteste Anblick dieser Kathedrale: acht mumifizierte Leichname in offenen Särgen. Unter ihnen befinden sich ein Soldat, ein Schüler, der 1705 bei einem Duell ums Leben kam und eine schwedische Gräfin. Näher der Tür befinden sich die mumifizierten Überreste eines Affen und einer Katze. Sie wurden von Forschern dort platziert, um herauszufinden, weshalb Leichen in diesem Keller nicht verwesen. Wirklich interessant, aber nichts für Zartbesaitete!
Vom Marktplatz weg verläuft die Böttcherstraße, eine bemerkenswerte, 110 Meter lange, eigens angelegte Straße mit Restaurants, Geschäften, Cafés und Bars, Kunsthandwerksbetrieben sowie einem bezaubernden Glockenspiel mit 10 drehbaren Tafeln, die berühmten Ozeanentdeckungsreisenden wie Christoph Columbus und Leif Eriksson gewidmet sind.
Wenn Sie die Stadt hinlänglich erkundet und besichtigt haben, empfiehlt sich ein Besuch der Weserpromenade Schlachte, wo zahlreiche hervorragende Restaurants mit einem breit gefächerten kulinarischen Angebot locken. Vom Martinianleger aus können Sie eine Flussfahrt unternehmen, oder verbringen Sie einen Sommersamstag auf dem Kajenmarkt, einem riesigen Antiquitäten-, Floh- und Nippesmarkt.
Der Flughafen Bremen befindet sich 3,5 km vom Stadtzentrum entfern.
Mit dem Auto
Aus:
Der Flughafen ist für Anreisende aus jeder Richtung außerordentlich gut beschildert.
Mit der Bahn
Am Flughafen Bremen selbst gibt es keinen Bahnhof. Passagiere sollten stattdessen zum Bahnhof Bremen reisen. Von dort fährt alle zehn Minuten die Straßenbahnlinie 6 zum Flughafen und hält vor dem Passagierterminal. Die Fahrzeit beträgt etwa 20 Minuten. Eine einfache Fahrkarte kostet € 1,95.
Mit dem Taxi
Taxis stehen vor dem Passagierterminal zur Verfügung. Eine Fahrt zum Bahnhof kostet etwa € 10 und dauert je nach Verkehr rund 20 Minuten.